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Veredelung durch Blindprägung

Die Blindprägung ist eine besonders elegante Form der Veredelung.

 

Sie hat ihren Ursprung im Buchdruck, ist damit das älteste Veredelungsverfahren und kommt gänzlich ohne den Einsatz von Farben, Lacken oder Folien aus.

 

Das Ergebnis lässt sich sehen und fühlen

 

Die Blindprägung bewirkt eine bleibende Verformung des Materials, indem das Motiv entweder hoch- oder tiefgeprägt wird. Die dadurch entstehenden Höhenunterschiede im Bedruckstoff bewirken eine plastische Darstellung und damit ein reizvolles Spiel von Licht und Schatten.

Dieser Effekt ist eher dezent und edel aber nicht aufdringlich.

Die entstehende mehrdimensionale Darstellung hat einen optischen sowie einen haptischen Effekt:

Für das Auge entsteht durch die neue Ebene ein raffinierter Hingucker, für die Hände wird eine dritte Dimension fühlbar. → Haptik

Diese Effekte sind beim Einsatz hochwertiger Materialien besonders wirkungsvoll, da sie deren Charakter noch unterstreichen.

 

Technik:

 

Die Blindprägung ist technisch durch den Einsatz eines Prägewerkzeuges realisierbar.

Je nach Werkzeug unterscheiden wir zwischen Planprägen und Reliefprägen:

 

  • Planprägen:

Beim Planprägen wird nur ein Prägestempel eingesetzt. Dieser verdichtet das Material auf der geprägten Seite, die Rückseite bleibt dabei nach Möglichkeit eben. Voraussetzung für ein gutes Ergebnis ist hierbei eine hohe Kompressibilität des eingesetzten Materials.

  • Reliefprägen:

Beim Reliefprägen werden 2 Werkzeuge eingesetzt: die Prägeform (Matrize) und die Gegenform (Patrize). Dadurch entsteht eine plastische Verformung des Materials, die beidseitig sichtbar und fühlbar ist.

Je stärker der Effekt der Verformung sein soll umso dehnbarer muss das Material sein. Ansonsten kommt es zur Zerstörung der Fasern und somit zu unschönen Motiv-Verzerrungen.

 

Wann und wo kommt die Blindprägung zum Einsatz?

 

Die Blindprägung wird regelmäßig bei Urkunden, Visitenkarten, Buchumschlägen oder hochwertigen Broschürenumschlägen angewandt. Dabei werden meist Logos, Wappen oder einzelne Schriftzüge geprägt.

Möglich ist auch eine Kombination der Blindprägung mit anderen Druckverfahren, beispielsweise mit dem Offsetdruck oder der →Heißfolienprägung. Dann wird der Farbdruck mittels Prägung stärker hervorgehoben, die Effekte verstärken sich gegenseitig.

Ein wichtiges Einsatzgebiet der Blindprägung ist auch die Brailleschrift für Blinde.

 

Gibt es Grenzen?

 

Die Stoffzusammensetzung des Materials bestimmt seine Verformbarkeit und spielt damit eine entscheidende Rolle beim Blindprägen.

Besonders gut geeignet sind Naturpapiere mit langen Fasern. Bei kurzfaserigen Papieren besteht die Gefahr, dass die Fasern brechen und die geprägten Motive verzerren.

Ebenso entscheidend ist die Masse des Materials. Je voluminöser ein Papier ist umso effektvoller ist die Blindprägung. Bei einem dünnen Briefpapier beispielsweise gelangt die Blindprägung schnell an ihre Grenzen und der gewünschte Effekt bleibt aus.

Vorsicht ist bei strukturierten Papieren geboten. Sie lassen sich zwar grundsätzlich blindprägen es besteht aber die Gefahr, dass filigrane Details nicht zur Struktur passen oder in dieser verlorengehen.

 

 

Fazit

 

Abschließend bleibt festzustellen, dass mit Hilfe der Blindprägung bei gutem Design und gleichzeitigem Einsatz des richtigen Materials tolle, hochwertige Effekte zu erzielen sind.

Lassen Sie sich beraten. Gerne finden wir gemeinsam mit Ihnen die für Sie optimale Lösung!

Nehmen Sie hier ganz unverbindlich Kontakt mit uns auf!