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5 Anmerkungen zur Facebook – Unternehmens-Fanpage

Über die Wichtigkeit eines Social Media – Engagements für kleine und mittelständische Unternehmen haben wir bereits geschrieben.

Heute geht es um die Unternehmens-Fanpage in Facebook: Fast jedes Unternehmen, das irgendwie in Social Media vertreten ist, hat auch eine Facebook-Seite. Aus gutem Grund, schließlich ist Facebook mit weltweit mehr als einer Milliarde und allein in Deutschland über 25 Millionen Mitgliedern die unangefochtene Nummer Eins der Networks. Doch werden einige wichtige Prinzipien von vielen Unternehmen regelmäßig ignoriert – viele davon sind für den Erfolg einer Fanpage jedoch enorm wichtig.

Und dabei geht es im Großen und Ganzen gar nicht um fortgeschrittene Strategien. Oft sind es ganz grundlegende Regeln und Richtlinien, die auf der Fanpage einfach nicht oder falsch umgesetzt werden, oft aus Nachlässigkeit oder Gedankenlosigkeit.

Und es gibt einen Punkt, den Sie vor Ihrem Facebook – Engagement unbedingt beachten sollten: Eine Facebook-Fanpage lässt sich nicht nebenher betreiben und erfordert – wenn sie ein Aushängeschild sein und Fans ansprechen soll – einiges an Arbeit und Zeit.

 

1. Rechtliche Grundlagen und Regeln bei Facebook

Die Abmahnwelle der letzten Monate hat gezeigt, dass Sie als eine der ersten Handlungen nach der Erstellung Ihrer Facebook-Fanpage das Impressum anlegen sollten! Und dieses muss laut der gängigen Rechtsprechung leicht zugänglich und direkt erkennbar sein. Um auf Nummer Sicher zu gehen, verlinken Sie zuerst das Impressum Ihrer Unternehmenshomepage gut sichtbar im Info-Bereich Ihrer Facebook-Fanpage und erstellen Sie dann noch zusätzlich einen eigenen Impressum-Tab, in dem das Impressum der Homepage noch mal wiedergegeben wird. Wichtig: Aus dem Impressum muss klar hervorgehen, dass es auch für die Facebook-Fanpage gilt und die Angaben auf der Homepage und im Tab müssen identisch sein.

Viele Fehler werden auch beim Titelbild gemacht: Nach den Facebook-Richtlinien darf das Titelbild keine Informationen oder Angebote und schon gar keine Call-to-Action beinhalten. Aufforderungen, die Seite zu liken sind explizit untersagt, Gewinnspiele haben im Titelbild nichts zu suchen.

→ Es gibt übrigens noch weitere Richtlinien von Facebook, mit denen Sie sich vertraut machen sollten!

 

2. Kommunikation und relevanter Content

Eine regelmäßige Kommunikation ist eine wichtige Voraussetzung einer Facebook-Fanpage. Aber bitte übertreiben Sie es nicht: Studien zufolge sind die Fans einer Seite eher genervt, wenn Sie mehrmals am Tag mit sinnlosen Informationen bombardiert werden. Die Studien empfehlen, 3 bis 4 mal pro Woche interessanten und für die Fans relevanten Inhalt zu posten.

Freitags einmal ein schönes Wochenende wünschen kann übrigens auch ganz nett sein. Sollten Sie sich aber darauf verlegen, jeden Montag eine schöne Woche und jeden Freitag ein nettes Wochenende zu wünschen, verlieren Ihre Meldungen sehr schnell ihren Reiz.

Also bitte immer daran denken: Halten Sie Ihre Posts immer interessant, damit Ihre Fans immer wieder auf sie aufmerksam werden. Nur dann funktioniert Ihre Fanpage erfolgreich!

 

3. Klare Guidelines

Guidelines geben die Verhaltensregeln auf der Fanpage vor. Da es nur eine Bitte an die Besucher der Fanpage ist, können Sie nicht direkt beeinflussen, ob sich auch alle daran halten. Verzichten Sie aber auf Guidelines, kann das ein Fehler sein, der Ihrem Unternehmen im schlimmsten Fall echte Nachteile einhandeln kann.

Verständlich und freundlich formulierte Umgangsregeln haben zwei positive Effekte: Einerseits bieten sie Fans und Kommentatoren eine klare Orientierung und machen deutlich, welches Kommentarklima auf einer Seite gewünscht ist, andererseits können Kommentare, die sich nicht an die Guidelines halten, mit Hinweis auf den Regelverstoß gelöscht werden.

Beschwerden über die Löschung wird es dann natürlich auch geben, doch wenn klar kommuniziert wird, gegen welche Regeln der gelöschte Kommentar verstoßen hat, werden die meisten Fans die Löschung akzeptieren. Community Manager machen sich das Leben so deutlich leichter.

 

4. Sorgfalt und Professionalität – Facebook kann doch jeder!

Bei den oben genannten Punkten handelt sich um Grundlagen, die jede Facebook-Fanpage erfüllen sollte. Doch leider werden die Maßnahmen sehr oft nicht umgesetzt, weil viele Unternehmen den Aufwand für eine gut gemachte Fanpage unterschätzen und das Ganze ohne Konzept angehen.

Zumeist müssen bereits gut ausgelastete Mitarbeiter neben ihren „normalen“ Aufgaben auch noch die Fanpage erstellen und pflegen, was sich dann leider auch im Ergebnis zeigt. Haben denn die zuständigen Mitarbeiter für Ihre neue Aufgabe überhaupt die richtigen Voraussetzungen? Haben diese Kollegen „das große Ganze“ im Kopf und wissen sie genau, mit welchen Posts sie die „richtigen“ Fans erreichen und positiv ansprechen?

Grundsätzlich kann natürlich jeder Ihrer Mitarbeiter mehr oder weniger gute Arbeit abliefern. Der Unterschied liegt in der Wirkung: Um den optimalen Effekt aus Ihrer Facebook-Fanpage zu generieren, sollte sich ein Profi um die Erledigung kümmern. Sollten Sie so jemanden im Unternehmen haben, ist nur er der richtige Mitarbeiter für die Aufgabe: Hier geht es nämlich darum, gezieltes Marketing und Kunden-Kommunikation zu praktizieren!

Falls kein Mitarbeiter im Unternehmen darin Profi ist, macht es in jedem Fall Sinn, sich für den Start und den optimalen laufenden Betrieb der Facebook-Fanpage eine externe Beratung und Unterstützung zu holen. Unternehmen müssen ihr Engagement im Bereich Social Media professionell angehen – alles andere wirkt sich nicht positiv auf die Reputation aus.

 

5. Enterprise 2.0

Letztlich geht es im Bereich Social Media, wie auch im „normalen“ Geschäftsleben, immer um die Meinung des Kunden, um sein Anliegen, um seine Wünsche. Social Media hilft dem Unternehmen, diese Meinungen, Anliegen und Wünsche herauszufinden und durch geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Unternehmen – Kunde  –  Beziehung einzusetzen.

Dafür ist es langfristig notwendig, das gesamte Unternehmen, seine Mitarbeiter und Führungskräfte, und insbesondere auch seine Prozesse und Richtlinien fit zu machen für Social Media. Wird dies erfolgreich umgesetzt, macht das Unternehmen oftmals auch automatisch einen großen Schritt in Richtung Enterprise 2.0. Denn wer die Kultur dieser Form von Kommunikation und Zusammenarbeit verstanden hat und sich darauf einlässt, hat es auch leicht, diese Kultur nach innen zu tragen und die eigenen Arbeitsweisen auf den Prüfstand zu stellen.

Übrigens: Wir kümmern uns gerne um das Training für Ihre Mitarbeiter auf dem Weg zur Facebook-Seite!

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