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Das Potential des 3D-Drucks nutzen

3D – Drucksysteme sind auf dem Vormarsch.

Das Potential des 3D-Drucks nutzen: Fast alles scheint möglich zu sein, glaubt man aktuellen Berichten zum 3D – Druck.

Denn die Technik entwickelt sich rasend schnell und immer wieder werden neue Anwendungsbeispiele gezeigt. Die Beispiele, die im Internet kursieren, machen klar: 3D-Druck ist mehr als eine Idee für übermorgen.

Vielmehr ist die Basistechnik bereits in der Nische etabliert! Sie wird permanent verfeinert und weiterentwickelt.

Doch für die breite Masse der Nutzer sind kaum brauchbare Anwendungen dabei. Zwar kann man sich bereits ab rund 1.000 Euro funktionierende 3D-Drucksysteme kaufen. Komplexere Werkstücke, die oftmals im Internet gezeigt werden, können allerdings in den meisten Fällen nur mit viel hochwertigeren Systemen angefertigt werden: Die einfachen Geräte können die Details einer Vorlage häufig gar nicht reproduzieren.

 

So funktionieren 3D-Drucker

Grundsätzlich lassen sich zwei unterschiedliche Bereiche unterscheiden:

  1. 3D-Druck für den Endverbrauchermarkt:
    Dabei geht es um die Drucker, mit denen man zum Beispiel Handyschalen, Lampen oder Eierbecher herstellen kann. Fokus dieser Maschinen ist nicht nur der Endkunde, sondern auch Ingenieurbüros und Druckunternehmen, die damit individuelle Gegenstände für ihre Kunden herstellen. Die entsprechende Drucktechnik funktioniert mit Kunststoffen oder Harzen, die erhitzt und aus dem Druckkopf gepresst werden. Fused Deposition Modeling (FDM) nennt sich dieses Verfahren, bei dem die Werkstücke schichtweise aufgetragen werden.
  2. Industrieller 3D-Druck beziehungsweise additive Fertigung:
    Diese Maschinen liegen vom Preis her in sehr großen Größenordnungen: Ihre Zielgruppe sind Industrieunternehmen, die damit zum Beispiel Teile für Flugzeuge, medizinische Implantate oder Einsätze für Spritzgieß-Implantate herstellen. Diese Anlagen können Kunststoffe oder Metalle verarbeiten und sind daher bei der Materialauswahl wesentlich flexibler. Wichtige Verfahren sind bei diesen Druckern die Stereolithografie (SLA), bei der ein Beschichtungsharz im Flüssigkeitsbad durch gezielte UV-Strahlen in der gewünschten Form ausgehärtet wird. Beim Selektiven Lasersinter-Verfahren (SLS) wird eine Pulverschicht durch die gezielte Hitze eines Lasers verschweißt.

 

Eine Revolution?

In einigen Bereichen hat der 3D-Druck das Potential, eine kleine Revolution auszulösen: Bei der Herstellung von Prototypen zum Beispiel. Auch die Herstellung von Ersatzteilen wird durch eine funktionsfähige 3D-Drucktechnik revolutioniert werden.

Der Maschinenbau kann durch 3D – Systeme unterstützt werden, weil Kosten in der Fertigung eingespart werden können (keine Gussformen mehr, weniger aufwändige Herstellung). Das gilt auch für die Fertigung von Teilen für die Luftfahrt und die Fahrzeugtechnik, insbesondere für die Reproduktion alter Maschinenteile, die alternativ nur sehr aufwändig wiederbeschafft werden könnten.

Die Medizintechnik wird vom 3D – Druck ebenfalls profitieren: Zahnkronen, Hörgeräte, Prothesen und ganze Organe werden längst im 3D-Verfahren hergestellt. Nach einer Vervollkommnung des Systems würden Organtransplantationen wesentlich unkritischer werden! In Zukunft sollen sogar Herzklappen und Adern „gedruckt“ werden können, was sich in Versuchen an Nagetieren bereits als realistisch erwiesen hat.

 

Fazit: Die 3D-Technologie ist vielversprechend

  1. Der 3D-Druck macht die individuelle Produktion bezahlbar. Er bietet die Möglichkeit, individualisierte Produkte fast so günstig herzustellen wie in der traditionellen Massenfertigung.
  2. Der Bedarf an Kreativität und Produktentwicklung wächst. Mit 3D-Druck können Ideen leichter ausprobiert werden, indem Prototypen gedruckt und testet werden.
  3. Die 3D-Technologie ermöglicht eine Just-in-Time – und die Vor-Ort – Produktion, die Ressourcen schont.

Der technische Aufwand für den Einsatz von 3D-Druck in der Baubranche ist allerdings riesig: Die Programme zum Scan von Vorlagen und zur Berechnung des geplanten Druckstücks, der 3D-Drucker sowie der Werkstoff müssen mit viel Know How und finanziellen Ressourcen zu einer fehlerfrei funktionierenden Einheit zusammengefügt werden.

 

Haben Sie Interesse am 3D – Druck? Gerne informieren wir Sie über die vielfältigen Möglichkeiten! Nehmen Sie HIER mit uns Kontakt auf!