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Medien-Info: Der Farbraum – was ist das eigentlich?

Unter Farbraum versteht man die Menge von Farben, die vom menschlichen Auge oder von einem Ein- oder Ausgabegerät (z.B. Bildschirm, Drucker usw.) unter spezifischen Bedingungen erkannt bzw. dargestellt werden kann.

 

Die Farben eines Farbraums werden durch ein Farbraumsystem beschrieben. Das ist ein Koordinatensystem, in dem die einzelnen Farben auf den verschiedenen Achsen charakterisiert werden.

 

Aus Farbraum und Farbraumsystem haben sich so im Laufe der Zeit verschiedene Farbraummodelle entwickelt, von denen einige Anwendung in der Druckindustrie gefunden haben:

 

  • Die vom Auge erkennbaren Farben werden hier im CIE-L*a*b*-Modell (auch: Schuhsohlenmodell) dargestellt. Dieses Modell beschreibt den größtmöglichen Farbraum. Jede Farbe hat in diesem Modell basierend auf der Rot-Grün-, Blau-Gelb-, und Hell-Dunkel-Achse ihren festgelegten Platz.

 

  • Das RGB-Farbraum-Modell wurde für die Beschreibung des von Farbeingabe- und Farbausgabegeräten erreichbaren Farbraums entwickelt. Es entspricht nur einem Teil des CIE-L+a*b*-Modells: Durch die Erzeugung aller Farben aus rotem, grünen und blauen Licht können bestimmte Farben wie z.B. reines Cyan oder Gelb nur unzureichend wiedergegeben werden.

 

  • Das für den Offsetdruck entwickelte CMYK-FarbraumModell entspricht einem noch kleineren Teil des CIE-L*a*b*-Farbraums: Alle Farben werden hier aus den Grundfarben Cyan, Magenta, Yello und K (Tiefe) erzeugt, was die Einschränkung des Farbraums erklärt.
    So können unter Umständen Farben, die am Bildschirm in RGB sauber dargestellt werden, im Offsetdruck nicht sauber gedruckt werden.