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Augmented Reality in unserem Alltag

In früheren Blogs haben wir bereits über AR, Augmented Reality, berichtet. Die deutsche Bezeichnung dafür heißt „Erweiterte Realität“ und umfasst alle computergestützten Techniken, mit denen unsere direkte Wahrnehmung „angereichert“ werden kann.

Einige Unternehmen setzen Augmented Reality bereits in ihrer Kunden-Kommunikation ein, denn sie haben erkannt, dass sie diese damit auf ihr Unternehmen oder Produkt aufmerksam machen, die Kunden an das Unternehmen binden und die Bekanntheit der Marke steigern können. Durch den Zusatznutzen, den die AR-Anwendung dem Kunden gibt, wird die Kaufentscheidung des Kunden ausgelöst oder zumindest positiv beeinflusst.

Heute möchten wir einige der besten derzeit existierenden AR – Anwendungen vorstellen. Natürlich kann diese kurze Aufzählung nicht repräsentativ sein und wir möchten uns entschuldigen, sollten wir die eine oder andere gute Umsetzung von AR nicht berücksichtigt haben.

 

AR in Print:

In einer Printkampagne nutzte BMW die AR – Technik bereits im Jahr 2008: Durch das Halten des Anzeigenmotivs unter eine Webcam oder ein Smartphone konnte man sich das MINI – Cabrio dreidimensional über der Zeitschrift anzeigen lassen. Diese Anwendungen werden seitdem immer wieder eingesetzt, weil sie günstig umgesetzt werden können und den Kunden über den Spieltrieb dazu ermuntern, sich mit dem Produkt zu beschäftigen.

 

AR als Informationsquelle:

Über spezielle AR – Apps von Nike und Adidas werden Restaurants, Bars, Sportplätze in der Umgebung angezeigt. Augmented Reality soll, so die Hersteller, das Lebensgefühl der Kunden rundum steigern. Einen weiteren Anwendungsschwerpunkt setzt Nike zudem auf die Übermittlung von VIP-Informationen an den Nutzer, zum Beispiel über neue Produkte und anstehende Events.

IKEA hat in seinem aktuellen Katalog viele Fotos mit einem kleinen Zeichen versehen: Scannt man diese Seiten mit der IKEA – App des Smartphones oder Pad-Computers, werden neue Arrangements der jeweiligen Möbelserie, weitere Farben oder passende Accessoires vorgestellt.

 

AR am Point of Sale:

LEGO bietet in vielen Filialen die Möglichkeit, Produktverpackungen vor einen speziellen Bildschirm zu halten. Eine Kamera erkennt, um welches Produkt es sich handelt und zeigt dieses dreidimensional an. So kann der Kunde bereits vor dem Kauf einen Blick auf das fertig gebaute LEGO-Spielzeug werfen – der Einkauf wir damit nicht nur für Kinder zu einem Erlebnis.

Auch der Handel nutzt den neuen Trend und integriert AR vor Ort in die Typberatung. Eine Kamera nimmt dabei das Gesicht oder den Körper des Kunden auf. Über dieses Bild wird dann Kleidung oder aber auch verschiedene Brillenmodelle gelegt, wie es beispielsweise die Firma „Ray Ban“ vorgemacht hat. Die Augen des Kunden sind dabei durch die virtuelle Brille erkennbar und sogar die Schatten legen sich realistisch über das Gesicht, was dem Kunden die Kaufentscheidung erleichtern soll. Interessant ist auch die App eines Uhren-Anbieters: Hier wird die Uhr auf mein Handgelenk projiziert und ich kann bereits zu Hause feststellen, ob die Uhr zu mir passt.

 

AR im TV:

Während der Olympischen Spiele in London wurde AR permanent eingesetzt, um die Zuschauer zu informieren. Zum Beispiel wurden beim Diskus-Werfen die zu Linien über die gesamte Breite des Feldes verlängerten Weiten der drei besten Würfe in unterschiedlichen Farben auf dem Bildschirm eingeblendet, sodass die Zuschauer zu Hause sehr gut vergleichen konnten, wie die neuen Würfe ausfielen.

Ähnlich wurde auch im Schwimmen die Reihenfolge der Medaillengewinner bereits im Wasser angezeigt.

 

Fazit:

AR hat fast unbemerkt, aber mit interessanten Lösungen, bereits in nahezu allen Branchen Einzug erhalten. Viele AR-Anwendungen sind erfolgreich (gewesen), weil sie den Spieltrieb der Kunden/Interessenten ausgenutzt und damit zu einer Beschäftigung mit dem Produkt motiviert haben. Die „neuen“ AR-Anwendungen setzen aber auf den Zusatznutzen, der dem Kunden geboten wird. Damit wird eine positive Markenbindung eingeleitet, die zumeist im Bereich Social Media weiter ausgebaut und gepflegt wird. Und machen wir uns nichts vor: Die jeweils zur Auswahl stehenden Produkte sind sich in Preis und Leistung so ähnlich geworden, dass nur dieser Mehr-Nutzen den Ausschlag für ein Produkt geben kann.

Denken Sie mal darüber nach.

Gerne beraten wir Sie persönlich zum Thema!